Unfälle in Deutschland im Jahr 2017

(72 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


Juni 2017 - Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA

(bl) Hamburg. Fettbrand in einer Grillstube. Nach der notwendigen Öffnung einer Abzugshaube, lief flüssiges Aluminium über die Einsatzkleidung des Atemschutzgeräteträgers. Der Feuerwehrmann wurde im Kopfbereich verletzt und musste ambulant versorgt werden.

Quelle: Feuerwehr Hamburg

Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de)

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: Waldeck Fotografie und Seeger, Feuerwehr Hamburg

- Großbrand - drei verletzte FA

(bl) Elterlein (SN). Großbrand einer Möbelfirma. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine 60 x 120 Meter große Halle in Vollbrand. Während der ersten Brandbekämpfung bricht das Dach der Halle ein. Etwa eine Stunde später kam es plötzlich zu mehreren Explosionen. Ein Atemschutzgeräteträger wurde dabei von dem Trümmerteil einer Gasflasche am Helm getroffen. Er stürzte zu Boden und war ca. 20 Sekunden bewusstlos. Nach einem Maydayruf wurde er in Sicherheit gebracht und anschließend in eine Klinik transportiert. Zudem versorgte der Rettungsdienst zwei weitere Kameraden mit Rauchgasintoxikationen.

Quelle: Feuerwehr-Magazin

- Gebäudebrand - Verbrühung - ein verletzter FA

(bl) Zeulenroda-Triebes (Thüringen). Die Stützpunktfeuerwehr wurde um 22 Uhr zu einer starken Rauchentwicklung alarmiert. Der Einsatzort konnte von dem Notrufenden nicht ausreichend beschrieben werden, so dass die Suche einige Zeit in Anspruch nahm, bevor ein Bungalow in einem Waldgebiet gefunden wurde. Zudem kostete die Zufahrt über eine unbefestigte, schmale Zufahrt zusätzliche Zeit. Beim Eintreffen drang starker, dichter Brandrauch aus dem Holzhaus. Informationen über Bewohner fehlten zu diesem Zeitpunkt.

Um 22.31 Uhr ging der Angriffstrupp im Innenangriff zur Personensuche vor. Ein Sicherheitstrupp stand in Bereitstellung. Der Angriffstrupp ging mit einem Hooligan-Tool, C-Schlauch und Hohlstrahlrohr (115 l/Min) vor. Durch die Eingangstür wurde der Flur betreten: extreme Hitze, dichter Rauch bis ca. 1m über Boden. Nach dem Öffnen der Glasfront (Stirnseite des Flurs), konnte ein Feuerschein rechts vor dem Trupp erkannt werden.

Plötzlich stand der Maschinist (ohne Atemschutz) hinter dem Angriffstrupp und forderte den Angriffstrupp auf, die Tür im Flur rechts zu öffnen.

Der Angriffstrupp kam der Aufforderung nach, stellte eine Nullsicht fest und gab einen Sprühstoß Richtung Decke ab. Bei der weiteren Erkundung wurde festgestellt, dass auf der linken Seite eine ca. 80 cm hohe Zwischenwand aus Holz war, die durch eine Art Gitterrost erhöht wurde. Auf der rechten Seite befand sich ein Holzhaufen. Der Strahlrohrführer bewegte sich ca. 1m in den Raum, der Truppführer blieb im Türbereich.

Im gleichen Zeitraum, zwischen 22.31 und 22.34 Uhr, wurde ein Außenangriff (bis zu 400 l/Min.) auf den betroffenen Raum eingeleitet.

Im Innenangriff gab der Strahlrohrführer weitere Sprühstöße in die Rauchschicht ab und empfand links eine deutliche Wasserdampfbildung.

Um 22.34 Uhr erhielt der Angriffstrupp im Innenangriff den Auftrag "Kühlt die Decke - Durchzündung". Daraufhin wurde die Wasserabgabe in Richtung Decke erhöht und die Stellung der Strahlform ständig verändert. Durch den Einsatz der Wärmebildkamera wurde linksseitig ein Feuerschein erkannt, welcher kurze Zeit später auch ohne WBK sichtbar war. Die Löschmaßnahmen nach links wurden verstärkt. Der Strahlrohrführer empfand dabei ansteigende Hitze und musste den Einsatz schließlich abbrechen. Um 22.41 Uhr trat der Trupp den Rückzug an. Unmittelbar danach stand das ganze Gebäude in Flammen.

Verletzungen:

Der Strahlrohrführer zog sich Verbrühungen mit Blasenbildung an der linken Hand zu, der linke Arm hatte großflächige Rötungen. Die Erstversorgung wurde vom Rettungsdienst durchgeführt, bevor der Transport in das Krankenhaus durchgeführt wurde.

Schutzkleidung:

Probleme und Konsequenzen:

Quelle: Feuerwehr Zeulenroda-Triebes (via Meldebogen)

- Kellerbrand - Atemschutznotfall - zwei verletzte FA

(bl) Neuss (NRW). Kellerbrand in einem Wohngebäude (Rohbau). Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus den Öffnungen des Gebäudes, sodass umgehend die Alarmstufe erhöht. Erkundungen ergaben schnell, dass es sich um ein leerstehendes Bauobjekt handelt und keine Personen in Gefahr sind. Sofort wurde ein Trupp mit einem Rohr in den Keller zur Brandbekämpfung entsendet. Starke Rauchentwicklung, enorme Wärme und Flammen erschwerten die Brandbekämpfung für den eingesetzten Trupp im Keller.

Video: Danke an Emergency-Report.de

Während der Angriffstrupp zwecks Ablösung den Rückweg aus dem Keller antrat, kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Notfall, bei dem die beiden Feuerwehrmänner verletzt wurden. Sofort wurden bereitstehende Rettungseinheiten in den Keller, zur Befreiung der verunfallten Kollegen kommandiert und konnten die in Not geratenen nach kurzer Zeit in die Hände des Rettungsdienstes übergeben. Nach einer ersten medizinischen Versorgung vor Ort, wurden beide unter Notarztbegleitung in eine Spezialklinik transportiert. Nach den zurzeit vorliegenden Erkenntnissen sind die Verletzungen zwar ernst, aber nicht lebensbedrohlich.

Im Anschluss an die gelungene Rettungsaktion wurden alle beteiligten Feuerwehrleute aus dem Einsatz entlassen und auf der Feuerwache Hammfelddamm zusammengezogen, wo bereits speziell geschulte Seelsorger aus dem Rhein-Kreis Neuss ihre Bereitschaft zu Gesprächen anboten. Die Angehörigen der verunfallten Feuerwehrleute wurden ebenfalls kontaktiert und betreut.

Quelle: Feuerwehr Neuss